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Deutscher Buchpreis 2020

Anette ein Heldenepos                                        Spiegel Top10  Blick ins Buch

Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. In epischen Reimen geschrieben.

Begründung der Jury

"Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin messen: Es ist atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet. "Annette, ein Heldinnenepos" ist eine Geschichte voller Härten, die Weber aber mit souveräner Dezenz und feiner Ironie erzählt. Dabei geht es um nichts weniger als die deutsch-französische Geschichte als eine der Grundlagen unseres heutigen Europas. Wir sind dankbar, dass Anne Weber Annette für uns entdeckt hat und von ihr erzählt."

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Herzfaden von Thomas Hetsche                      Spiegel Top20   Blick ins Buch

Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen märchenhaften Dachboden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mikesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber die Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet und berühmt gemacht hat. Ein Roman, der von der Kraft der Fantasie in dunkler Zeit erzählt.

 

 

Serpentinen von Bov Bjerg                                         Blick ins Buch

Ein Vater unterwegs mit seinem Sohn. Ihre Reise führt zurück in das Hügelland, aus dem der Vater stammt, zu den Schauplätzen seiner Kindheit. Ständiger Reisebegleiter ist das Schicksal der männlichen Vorfahren, die sich allesamt das Leben nahmen: "Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt." Der Vater muss erkennen, dass sein Wegzug, seine Bildung und sein Aufstieg keine Erlösung gebracht haben. Vielleicht helfen die Rückkehr und das Erinnern. Denn wer zurückfährt, muss alle Kurven noch einmal nehmen.

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Streulicht von Deniz Ohde                                            Blick ins Buch

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts. Hier ist die Ich-Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück und erinnert sie sich: an den Vater, der nichts wegwerfen konnte, bis nicht nur der Hausrat, sondern auch die verdrängten Erinnerungen hervorquollen. An die Mutter, die in der Enge der Arbeiterwohnung erstickte, bis sie die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den Schulabbruch, die Anstrengung, Versäumtes nachzuholen und an die Angst, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

Die Dame mit der bemalten Hand von Christine Wunnicke   Blick ins Buch

1764. Indien stand nicht auf dem Reiseplan und die Insel Elephanta schon gar nicht. Der Forschungsreisende Carsten Niebuhr aus dem Bremischen ist hier gestrandet, obwohl er in Arabien sein sollte. Ebenso Meister Musa, Astrolabienbauer aus Jaipur, obwohl er in Mekka sein wollte. Man spricht leidlich Arabisch miteinander, genug, um die Tage bis zur Rettung herumzubringen. Um sich öst-westlich misszuverstehen und freundlich über Sternbilder zu streiten. Es könnte alles auch ein Fiebertraum gewesen sein. Doch das steht in den Sternen.